DBU-Förderung ermöglicht Entwicklung eines autonomen KI-Systems zur Wolfsabwehr
PAX LUPUS entwickelt einen innovativen Ansatz zum Schutz von Weidetieren
Der Konflikt zwischen wachsender Wolfspopulation und Weidetierhaltung spitzt sich in vielen Regionen Deutschlands weiter zu. Trotz aufwändiger Schutzmaßnahmen kommt es immer wieder zu Rissen von Schafen oder verletzten Kälbern. Für viele Betriebe bedeutet dies eine erhebliche wirtschaftliche und emotionale Belastung und stellt zugleich eine gesellschaftliche Herausforderung im Spannungsfeld von Naturschutz und Landwirtschaft dar.
Mit ihrem Start-up PAX LUPUS entwickeln Anna-Karina Katt und Karsten Schmiegel eine technologische Lösung, die genau hier ansetzt. Ziel ist es, den traditionellen Herdenschutz durch ein zeitgemäßes, automatisiertes System zu ergänzen und den Konflikt zwischen Mensch und Wolf nachhaltig zu entschärfen, ohne Wolfsabschuss und ohne dauerhafte menschliche Präsenz auf der Weide.
Am 2. Dezember 2025 präsentierten die Gründer ihr Vorhaben erfolgreich vor einer großen Fachjury der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück. Die Jury überzeugte der Ansatz eines autonomen, KI-gestützten Systems zur situationsabhängigen Wolfsabwehr. PAX LUPUS erhielt eine Förderzusage über 125.000 Euro für eine Projektlaufzeit von 24 Monaten im Rahmen des DBU-Green-Startup-Programms. Die Förderung ermöglicht nun die gezielte Weiterentwicklung und Erprobung eines Prototyps unter realen Bedingungen.
Im Dezember 2025 wurde PAX LUPUS GbR gegründet. Das Unternehmen ist im Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) Wismar ansässig, wo die Gründer an der technischen Entwicklung, Integration und Vorbereitung erster Feldtests arbeiten. Bereits zuvor wurde die Idee 2025 mit dem 1. Platz beim Inspired-Ideenwettbewerb der Hochschule Wismar in der Kategorie „Absolvent:innen und Externe“ ausgezeichnet.
Das autonom arbeitende System von PAX LUPUS kombiniert moderne Sensorik, künstliche Intelligenz und gezielte Vergrämung. Das System erkennt Wölfe in Echtzeit, analysiert ihr Verhalten und löst abgestufte Maßnahmen aus, um potenzielle Gefahren für Weidetiere frühzeitig abzuwehren. Die gesamte Anlage ist solarbetrieben und arbeitet unabhängig von Mobilfunk oder Internet, ein entscheidender Vorteil für abgelegene oder schwer zugängliche Weidefl ächen.
Mit der nun gesicherten Förderung und der formalen Gründung macht PAX LUPUS einen entscheidenden Schritt von der Idee zur Umsetzung. Langfristig trägt das System dazu bei, Weidetierhaltung planbarer und wirtschaftlich tragfähiger zu machen und gleichzeitig Biodiversität sowie extensive Weidewirtschaft zu stärken.
Pressekontakt Pax Lupus: Karsten Schmiegel
Pressekontakt Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU): Moritz Jülich
Bildcredit „Moritz Jülich/Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)“